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Quartiersentwicklung

Ein Konzept für die Altstadt

QuartierDie Situation der Altstadt von Felsberg

In der Altstadt von Felsberg vollzieht sich im Moment eine Entwicklung, die den Interessen der Mehrzahl der aktuellen Bewohner und einer gedeihlichen Zukunftsentwicklung der Stadt Felsberg entgegenläuft. Der historische Altstadtkern ist auf den ersten Blick ein Fachwerkschmuckstück, bei genauerem Hinblicken zeigen sich vielfältige Schwachstellen:

  • Es gibt einen erheblicher Renovierungsstau.
  • Häuser und Wohnungen werden, von alteingesessenen Bewohnern, zum Teil aus Altersgründen, oder weil der vorhandene Wohnraum den aktuellen Wohnbedürfnissen und Ansprüchen nicht mehr entspricht, verlassen.
  • Das Aufgeben von Häusern aus ökonomischen Gründen, da z.B. Anliegergebühren und Zahlungen nicht aufgebracht werden können.
  • Konzeptlosigkeit in den sich spontan ergebenden neuen Nutzungen.
  • Häuser werden mit geringsten Mitteln erworben, nicht renoviert und senken so den materiellen Wert der Nachbargebäude.
  • Damit verbunden ist ein sich beschleunigender Prozess des Auszugs alteingesessener Altstadtbewohner mit Interesse an einem hohen Wohnwert mit optisch ansprechenden und baulich gepflegten Häusern.

Die Gemeindenützliche Genossenschaft Felsberg setzt dieser absteigenden Tendenz das Konzept Wohnen im Quartier entgegen.

 

Die Bedarfslage in Felsberg

Bei der Veranstaltung des Runden Tisches "Älter werden in Felsberg", in Gesprächen mit der Kinder und Familienbeauftragten, sowie der Seniorenbeauftragten der Stadt Felsberg und in vielen Einzelgesprächen mit Bewohnern Felsbergs können die folgenden Bedarfe an die (Alt-) Stadtentwicklung benannt werden:

  • Jeweils auf die Bedürfnisse von jungen Einzelpersonen, von allein Erziehenden und von Senioren zugeschnittener, kostengünstiger Wohnraum, der verkehrsgünstig und nahe an der Innenstadt liegt.
  • Innovative Wohnformen, die der Tendenz zum Vereinsamen entgegenwirken und neue Formen von Gemeinschaftsleben im Sinn von Nachbarschaft und sozialem Netzwerk fördern.
  • Eine Aufwertung, Erhaltung und Entwicklung der Felsberger Altstadt, als attraktives Wohnquartier und als touristisches Schmuckstück.
  • Energetische Aufwertung von Gebäuden mit einem Nahwärmenetz und Energieversorgung durch ein BHKW.
  • Anlaufstelle für Touristen, die Auskunft zu Übernachtungsmöglichkeiten und ähnlichem geben kann.
  • Eine öffentliche Toilette.
  • Ein Fahrradladen, der dem sich entwickelnden Bedarf nach elektrisch unterstützter Fahrräder und Rollstühlen entspricht und so das individuelle Verkehrsbedürfnis der Felsberger Bürger sicher stellt.
  • Eine Person - Consierge - installieren, die im Alltag dafür sorgt, dass die Belange im Quartier allseits organisiert und beachtet werden und die Bewohner untereinander im Kontakt bleiben.

Das Konzept Wohnen im Quartier

  • AltstadtplanWohnen im Quartier ist eine für kleinere Städte und Gemeinden mit verdichtetem Wohnraum angepasste Variante von altersgemischtem, bedürfnisorientiertem, gemeinschaftlichem Wohnen. Solche Wohnformen sind bundesweit, vornehmlich in Universitätsstädten erfolgreich realisiert. Sie charakterisieren sich durch:
  • Bewohner aller Altersgruppen, die miteinander intensiven Nachbarschaftlichen Umgang pflegen.
  • Die Bewohner leben in ihrem individuellen Wohnraum, der ihren biographisch aktuellen Bedürfnissen entspricht und knapp bemessen sein kann, weil sie auf übergreifende Möglichkeiten zurückgreifen können.
  • Alle Bewohner haben Zugriff auf gemeinsam nutzbare Räumlichkeiten:
    • sehr wichtig ist die Möglichkeit ein Gästezimmer anbieten zu können, wenn man Besuch erwartet;
    • Wichtig sind gemeinsame Nutzungsmöglichkeiten von Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Wäschetrockner;
    • Der Zugriff auf Werkstattmöglichkeiten ist für viele Menschen Teil ihrer Selbstverwirklichung.
  • Es gibt einen größeren Gemeinschaftsraum oder ein Bistro, der eine Begegnung von vielen/allen Bewohnern ermöglicht und die Grundlage der Gemeinschaftsbildung ist. Hier können verschiedenste Aktionen stattfinden:
    • Gemeinsames Sonntagsfrühstück;
    • Bewohnerversammlungen;
    • Gemeinsame Film-, Fernseh- oder Musikabende;
    • Familienfeierlichkeiten, die die Möglichkeiten der eigenen Wohnung überschreiten.

 

Wohnen im Quartier greift diese Grundideen auf und überträgt sie auf ein hoch verdichtetes, bereits bestehendes Wohnviertel. In enger Nachbarschaft finden sich Wohnungen, die auf die aktuellen Wohnbedürfnisse der Mieter hin optimiert sind bzw. werden. So wird den Ansprüchen von Senioren an Treppen und Schwellen, Bäder und Toiletten, Zimmerzuschnitte und Fensterausblicke anderes entsprochen, als in Wohnungen die von allein erziehenden Müttern, oder jungen Erwachsenen in Ausbildung genutzt werden. Diese jeweiligen Bedürfnisse werden in der dafür am Besten geeigneten, vorhanden Bausubstanz realisiert. Durchaus in verschiedenen, aber unmittelbar benachbarten Häusern.

Nach diesem Konzept finden sich dann auch die gemeinschaftlich genutzten Angebote in jeweils dem Gebäude, dass aufgrund der vorhandenen Bausubstanz die vorteilhafteste Platzierung bietet. Die Nutzung dieser Gemeinschaftsangebote ist nicht an das Wohnen im gleichen Haus gebunden – sie ist Merkmal des gemeinsamen Wohnens im Quartier.

 

Wohnen im Quartier bedarf der Vermittlung

Im Bistro oder Gemeinschaftsraum trifft man eine “Consierge”, ein Quartiersmanagement, eine Ansprechperson, die als Katalysator das Miteinander der im Projekt lebenden Menschen mit kleinen Impulsen herbeiführt, ihm eine Richtung gibt und einen allseitigen pfleglichen Umgang sicherstellt. Die sieht, dass die allein erziehende Mutter heute für kurze Zeit eine Kinderbetreuung braucht, und weiß, dass ein älterer Bewohner, oder eine Bewohnerin gerne vorliest, oder sonst ein gutes Händchen für Kinder hat. Diese Person kann Post in Empfang nehmen und als Ansprechperson bei Fragen den nächsten Schritt im Behördendschungel vorschlagen. Sie kann auch eine Hilfe beim Tragen von schweren Einkäufen organisieren, sie weiß wer das Regal aufstellen und den neuen Spiegel anschrauben kann oder sie regt an, dass ein Krankenbesuch stattfindet, oder ein Geburtstagskaffeeklatsch und dass das Fegen von Treppenhaus, Hof und Gehweg nicht vergessen wird.

Mitarbeit

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Über Ihre E-Mail an quartier@gegefe.de freut sich Projektsprecher Ulrich Hernmarck

Termine

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